Arten und Lebensraummonitoring Mecklenburg-Vorpommern

Zu den satzungsgemen Zielen der GNL gehrt die Erfassung von Langzeittrends in der Tier- und Pflanzenwelt. Daher wurde schon mit der Grndung des Vereins sowohl ehrenamtlich als auch innerhalb des Projektbros des Vereins versucht, die bereits in den 1980er Jahren begonnen Datenreihen zur berwachung von Fischbestnden und der Unterwasservegetation von Seen forzusetzen.

1995 wurde mit der Erarbeitung eines Konzeptes fr eine integrierte Umweltbeobachtung, Teile Landschaft, Biotope und Arten (SPIESS et al. 1996, 2001) in Mecklenburg-Vorpommern begonnen. 1998 wurde unter Leitung der GNL mit der Erarbeitung eines Arten-Monitoringkonzeptes fr unser Bundesland begonnen, in dessen Ergebnis ein Methodenhandbuch erstellt wurde. Durch die Mitarbeiter der GNL wurden fr eine Vielzahl von Arten und Artengruppen entsprechende Verfahren entwickelt.

Beginnend mit dem Jahr 1998 fhrte die GNL zunchst im Auftrag des Umweltministeriums, spter des Landesamtes fr Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) Verbreitungskartierungen und ein Referenzmonitoring fr ausgewhlte Arten und Lebensrume durch.

Die Umsetzung der FFH-Richtlinie stellte auch fr das Arten- und Lebensraummonitoring eine wichtige Zsur dar. Dies betraf die Neuausrichtung der Arten- und Lebensraumwahl, die Mitarbeit bei der bundesweiten Verfahrensentwicklung, die Anpassung von Verfahren an die Situation in Mecklenburg-Vorpommern, das Stichprobenkonzept und die Bewertung. Auch an der methodischen Entwicklung der Kartierungen fr die FFH-Managementsplanung waren die GNL-Mitarbeiter beteiligt.

Durch das LUNG wird gegenwrtig das landesweite Arten- und Lebensraummonitoring gesteuert. Die inhaltlichen Schwerpunkte und administrativen Verantwortlichkeiten sind umfassend in Runze & Baier (2011) dargestellt worden.

Abbildung 1: Organisationskonzept fr das Artenmonitoring in Mecklenburg-Vorpommern (aus Runze & Baier 2011)

Im Stichprobenmonitoring werden in M-V ca. 500 Stichproben an ca. 50 Arten (Krietsch & Lippert 2012) und 349 Monitoringflchen sowie 118 Ersatzflchen in 44 Lebensaumtypen (Teppke 2012) berwacht.

Auerdem wird durch die Fachkoordinatoren die regelmige Aktualisierung bzw. Wiederholung der Verbreitungskartierung der Arten gesteuert.

Durch die GNL wird die Fachkoordination fr folgende Arten- und Lebensraumgruppen vorgenommen: